Worte

Im rechten Augenblick die richtigen zu finden, das wär's doch mal. Sie endlich gerade heraus zu bringen, nicht verbogen, nicht verlogen, nicht sich selbst verbiegend und nicht sich selbst betrügend. Was aber mache ich stattdessen? Eingesperrt habe ich sie, zusammen mit meinen Sehnsüchten und Träumen und Erinnerungen. Und nun fehlen sie mir sehr und ich wünschte mir in diesem Moment nichts mehr als meine Truhe aus dunklem Eichenholz zu durchwühlen und vielleicht eines jener Worte aus ihr hervor zu kramen, die ich ihr einst anvertraute. Doch kaum verspüre ich diesen törichten Wunsch, gebe ich ihn postwendend wieder auf, denn ich räumte meine Truhe eines Tages leer und gab den Inhalt in den Sperrmüll. So bleiben mir jetzt nur meine eigenen Worte und diese sperrte ich ja dummerweise ein.

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