Samstag, 17. Juni 2006

tripartite woman

Ich sah es sofort vor mir als ich sie erblickte, gleich in jener ersten Sekunde ..

Die Suche nach einem angemessenen Titel war weniger einfach ..

Donnerstag, 15. Juni 2006

Suchbild




Was mag das sein?

Von außen betrachtet

Derselbe immer und dennoch nie gleich
Der Standpunkt mag sich ändern,
der Anblick aber, er bleibt gleich.
Der gleiche immer und doch nicht derselbe.

perpetuum globi

von rechts
von untenvon links
von oben

Dienstag, 13. Juni 2006

Von Radfahrzeugen


"Hallo Herr E., ich bins noch einmal. Haben Sie jetzt Zeit für mich?" fragte mich die sympathische Stimme der Anruferin, nachdem sie ihre geschäftliche Begrüßungsformel im ICE-Tempo heruntergespult hatte. Ihr erster Anruf heute erreichte mich kurz nach der Mittagszeit und kurz vor einem Termin. Sie wolle einmal nachfragen, wie weit meine Überlegungen gediehen seien oder ob ich auf das ihr gegenüber erwähnte Angebot eingegangen wäre, welches mir in der vergangenen Woche so zugesagt hätte. Letzteres hatte ich nicht getan. Doch gewiss hätte ich es getan, hätte mir das Fahrzeug an dem einzigen mir möglichen Tag der vergangenen Woche für eine Probefahrt zur Verfügung gestanden. Dafür wäre ich sogar bis Gladbach gefahren. Doch die Terminabsprache kam nicht zustande, der Verkäufer schien den verabredeten Rückruf nicht nötig zu haben, und somit war auch die lokale Vertretung der Marke AutoScandinavia weiter im Rennen. Und das in Form einer sehr sympathischen Person, die aus der Kürze meiner Angebundenheit umgehend den richtigen Schluß zog und mir vorschlug, sich am späten Nachmittag noch einmal zu melden. Gerne.

"Ich will so ein Spaßauto." antwortete ich ihr jetzt. "Und ich möchte es mir nicht zu Weihnachten schenken." Sie stimmte mir zu. "Kann ich voll verstehen, gerade jetzt, bei dem schönen Wetter." Meine Bemerkung, der lang herbeigesehnte und endlich eingetroffene Sonnenschein sei mir Anlaß gewesen, in dieser Woche auf mein Zweirad umzusteigen, brachte sie wider Erwarten nicht aus der Fassung. Stattdessen hielt sie mich von diesem Augenblick an für einen sportlichen Menschen - der ich ja auch bin. Daran ändert auch nichts, daß mir nicht wirklich eine andere Alternative zu meinen zwei Rädern blieb, denn meinen alten Wagen hatte ich ja in einer Spontanaktion am Gleis 12 dieses neuen gläsernen Hauptbahnhofs quasi zwischen den Zügen verkauft. Irgendwann werd ich ihr erklären, warum ich ihn doch nicht in Zahlung gebe ..

Von dem Neuwagen meiner Idealvorstellung hatte ich mich jedenfalls gedanklich vorerst verabschiedet, eine Lieferung mitten Winter machte nun wirklich keinen Sinn. Also zieht jetzt die nächste Priorität, schnell verfügbar und hinreichend nah an meinen Wunschvorstellungen. Sie hätte nun drei entsprechende Angebote für mich, hakte sie nach, beide ständen in München. Wunderbar, freute ich mich und fragte nach Details. Der erste Kandidat schied frühzeitig aus, nachdem das Wort Automatik fiel. Nummer Zwei erwies sich als silbrig. Sterlingsilbrig. In meinen Augen war das Braun und deshalb dieser Kandidat ebenfalls out. Das dritte Angebot hörte sich sehr vielversprechend an. Ja, wirklich, das sagte mir fast hundertprozentig zu. Fast. Bis auf den Preis. "Dafür bekommen sie auch einen Satz Winterreifen obendrauf." Wie schön. Nur glaubte ich nicht recht, daß ich mit diesem Fahrzeugtyp bei Eis und Schnee umherfahren mögen werde und ich wagte einen vorsichtigen Einwand hinsichtlich winterlicher Temperaturen im Kopfraum des Gefährtes. Meine Gesprächspartnerin am anderen Ende der mobilen Leitung wäre eine schlechte Verkäuferin, wenn sie meine Bedenken nicht im Handumdrehen zerstreut hätte, und schlußendlich verabredeten wir uns zu einer Inaugenscheinnahme.

Jetzt hält sie dich gewiss endgültig für unmöglich, dachte ich so bei mir, während ich den Hörer auflegte. Und daß ich mich eigentlich überhaupt nicht schnell entscheiden möchte.


Sonntag, 11. Juni 2006

Co-Kommentar


" .. Dieser Mann ist phantastisch,
er schießt die Tore mit dem Fuß, ..

Ah ja .. wie hieß dieses Spiel doch gleich noch mal? Gütige Göttin, so unsterblich kann man doch gar nicht sein ..


Dienstag, 6. Juni 2006

Gute Zeiten - Schlechte Zeiten

Das "Wie war's?" kann ich mir wohl schenken, meinte angesichts meiner guten Laune der Nachbar, der mir über das lange Pfingstwochenende der Hüter meines Briefkastens gewesen war und die drei für mich bestimmten Briefe ganz tief unter einem dicken Zeitungsstapel vergraben hatte. "Erraten" grinste ich und gab ihm eine kurze speziell für die Ohren neugieriger Nachbarn selektierte Zusammenfassung meiner Erlebnisse. Einschließlich der Geschichte auf der Yorkstraße, denn die hatte sich am hellichten Tag ereignet und bot sich somit als ideales Futter für den allfälligen Tratsch der umliegenden Nachbarn an.

Wieder zurück in den eigenen vier Wänden wollte ich an diesem Abend eigentlich noch einen Text über jenen Tag schreiben, an dem ich auf der Yorkstraße Walzer tanzte. Doch es kam anders. Noch während mein Mobile mir ihre Anrufmelodie vorspielte, geisterte ein fragendes "Nanu?" durch meinen Kopf. Dieser Anruf konnte nur von zwei Personen kommen, die ich zu den liebsten meiner Freunde zähle. Die männliche dieser beiden befindet sich gerade am anderen Ende dieses Universums und von der weiblichen hatte ich mich erst vor drei Tagen in ein langes Wochenende verabschiedet. Aber sie war es trotzdem. Und sie rief mich nicht etwa an, weil sie so brennend gespannt war zu hören, was ich zwischenzeitlich erlebt hatte. Gespannt war sie allerdings. Besser gesagt, sie war total angespannt. So überdreht wie an diesem Abend klang ihre Stimme bislang noch nie und es dauerte auch nicht lange, bis sie auf den Anlaß ihres Anrufs zu sprechen kam.

"Nach unserem letzten Gespräch hatte ich so ein doofes Gefühl im Bauch" begann sie.
"Warum denn das?" fragte ich zurück.
"A., Du hast da so eine Bemerkung gemacht .. Frauen sehen die Dinge ja manchmal anders, hast Du gesagt."
"Ja, das ist doch auch so. Oder täusche ich mich darin?"
"Ich habe mich anschließend gefragt, ob Du es überhaupt weißt. Oder ob R. Dir davon noch gar nichts erzählt hat." druckste sie herum.
"Wovon sprichst Du? Ich habe nicht die leiseste Idee, was Du meinst."
Nach einer kurzen Pause klärte sie mich auf.
"R. und ich haben uns getrennt .."
Nun war es an mir, tief Luft zu holen, sehr tief. "Nicht auch ihr!"
"Doch, A., wir auch."

Wir redeten lange, über Hoffnungen, über Enttäuschungen, über ihre und über meine. Und je länger wir redeten, je tiefer wir in die Motive, in die Einzelheiten einstiegen, desdo schwerer wurden der Knödel in meinem Hals und das Gefühl dieser Faust, die sich mir in den Magen rammte. Bei ihr hingegen schien sich ein Tor der Erleichterung zu öffnen. Die Worte sprudelten förmlich über ihre Lippen in mein Ohr, so daß ich nicht einmal dazu kam, ihr zu sagen, daß ich mir aufgrund gewisser Beobachtungen in der letzten Zeit bereits Gedanken über die Beiden gemacht hatte. "W., ich muß das alles jetzt erst einmal verdauen." beendete ich schließlich unser Gespräch, als mich der Knödel endgültig zu ersticken drohte. "Ich möchte aber tatsächlich wissen, wie Frauen manche Dinge sehen. Verrätst Du es mir? Ich rufe Dich morgen wieder an, ok?." "Ja, A., ist gut. Gegen Acht wäre eine gute Zeit."

Über den Tag, an dem ich auf der Yorkstraße Walzer tanzte, mochte ich an diesem Abend nicht mehr schreiben.

Dienstag, 30. Mai 2006

S(ide) TALK ?

Es gibt meistens mehrere Möglichkeiten, ein Problem zu lösen. Sofern es denn eines ist. Sollte es jedoch gar keines sein, dann gibt es wiederum mehrere Möglichkeiten ..

- schweigen
- lachen
- die Admin-Einstellungen für Kommentare ändern
- auf's Knöpfchen drücken

Und nun bitte ein zu den Möglichkeiten passendes Problem ..

Sonntag, 28. Mai 2006

Bettfedernfabrik Hannover

Die Route von Süden hinauf nach Hannover war mir in den vergangenen Jahren zunehmend fremd und fremder geworden. Diesmal jedoch wirkte sie auf mich wieder so vertraut, wie sie es einst war, obschon sich Vieles am Wege verändert hat. Messegelände, Südtangente, Hanomag, den Starenkasten gibts auch noch, weiter Richtung Herrenhausen, ein schneller Blick auf das alte Welfenschloß, für einige Jahre Stätte meiner Unbildung .. und schließlich in Linden eintauchen, sich durch die schmalen zugeparkten Straßen tasten auf der Suche nach der richtigen. Und sogar einen Parkplatz finden.

Die Bettfedernfabrik ist eine phantastische Location für die bunte Mischung aus Kreativen, Künstlern und kulturell oder sozial engagierten Initiativen, die dort ihre Heimstatt gefunden haben. Das Kargah zum Beispiel, in dessen Räumen die Lesung stattfand, beherbergt eine Bibliothek mit uber 12.000 Banden, Buchern, Zeitschriften in persischer, deutscher, englischer, kurdischer und azaritischer Sprache.

Und um geschriebene Worte ging es ja an diesem Abend der Bloglesung, um geschriebene Worte, deren Sinn sich dem Zuhörer völlig neu erschließen kann, wenn sie nicht gelesen, sondern vorgelesen werden. Der Moderator, der Mann mit Pferdeschwanz und markanten Gesichtszügen, leitete den offiziellen Teil des Abends mit einer ebenso wohlwollenden wie unangreifbaren Definition des Weblogs ein, gleichermaßen Intro und Appetizer auf das, was kommen mochte. Und es kam. Es oder besser sie kamen. Die Akteure und ihre Texte. Sie kamen nicht nur einfach so, sie kamen auch an. Wiederum beide, Texte und Akteure. Die ansonsten oft streitbaren Herren, der gastgebende Revolutionär aus dem Flachland und der schreibende Ökonom aus dem Alpenvorland, präsentierten ihre beobachteten Denk- und Merkwürdigkeiten von Land und Leuten gespickt mit heiteren, ja nahezu freundlich klingenden Spitzen. Und die ebenso charmante wie redegewandte Dame aus unserer grenzenlosen Hauptstadt bezauberte einmal mehr ihr Publikum mit jenen bemerkenswerten kleinen Geschichten des Lebens, die sehr nachdenklich machen, die mir aber ebenso mit einem einzigen Satz, mit einem Augenzwinkern, ein vergnügliches Lächeln ins Gesicht zaubern können.

Doch es ging an diesem Abend nicht nur um Texte, es ging auch und vor allem um Menschen. Um jene, die Texte schreiben ebenso wie um jene, die Texte lesen oder um jene, über die geschrieben wird. Es ging um Berlin und Hannover, um Bayern und Niedersachsen, und um noch manch anderen Ort. Und es ging - für mich erstaunlich häufig - um die Zugehörigkeit zu dieser oder jener Konfession. Denn obwohl ich selbst quasi in persönlicher konfessioneller Diaspora in einer konservativen Region lebe, war das in meinem Umfeld bislang nie ein Problem. Vielleicht aber liegt das auch an meiner Rezeption.

Den Akteuren möchte ich mein ganz herzliches Dankeschön sagen. Für Euer Engagement, für Eure Texte und für Eure Gedanken.

Übrigens gibt es in Hannover wesentlich mehr Blogger, als ich zuvor vermutete. Aber woher soll jemand aus der Provinz das wissen ..

Sonntag, 21. Mai 2006

Doppelsängerin

Ein Vergucker wie der in der Headline kann ja durchaus skandalträchtige Nebenwirkungen zeigen. Wenn jemand eine Assoziation zum Eurovision Song Contest herstellen würde, zum Beispiel. Da hatte ich auch verstärkt das Gefühl, ich habe mich verhört.

[ Nein, nein, da war nix .. ]

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